Gastgeber*innen während der Förderung
| Prof. Dr. Hans-Walter Rix | Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg |
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| Beginn der ersten Förderung | 01.07.2010 |
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Projektbeschreibung der*des Nominierenden
| Das extrem dünne intergalaktische Medium, das die Zwischenräume zwischen Galaxien erfüllt, weist heute noch nahezu die gleichen Eigenschaften auf wie direkt nach dem Urknall, und kann daher grundlegende Informationen über die Geschichte unseres Universums liefern. Die intergalaktischen Atome lassen sich allerdings nur indirekt nachweisen: dadurch, dass sie selektiv Anteile des Lichts ferner, extrem heller Galaxien absorbieren, so genannter Quasare. Joseph Hennawi gelang es, eine neue Methode zum Auffinden von Paaren solcher Quasare zu entwickeln, also von je zwei Quasaren, die am Himmel zufällig direkt nebeneinander stehen. Er hat außerdem gezeigt, wie sich dieses äußerst seltene Zusammentreffen nutzen lässt, um Informationen über die räumliche Struktur und die physikalischen Eigenschaften des intergalaktischen Gases abzuleiten. Hennawi nutzt die größten Teleskope der Welt, um solche Quasarpaare zu beobachten. Der Vergleich mit Supercomputer-Simulationen verspricht Antworten auf grundlegende Fragen zur kosmischen Geschichte und zur Entstehung von Galaxien, Sternen und Planeten. |